Hier gibt es es einige Vorlagen, die sicherlich sowohl für den Lehrer, als auch für den Schüler sehr hilfreich sind.

 

Die 28er Regel

      Um ein Blatt mit einem Forcing zu eröffnen, muß es der 28er Regel entsprechen.

 

Ein- oder Zweifärber (mindestens eine Fünferfarbe), der der 28er-Regel entspricht (Summe aus den Figurenpunkten und der Anzahl der Karten in den beiden längsten Farben; für die sechste und siebente Karte in einer Farbe, aber nicht mehr für die achte, können je drei Punkte zusätzlich gerechnet werden). 

Die 18er Regel

Eröffnungen in Individual- und Paarturnieren (auch Butlerwertung, siehe WKO §8, Absatz 9) müssen in Österreich in erster und zweiter Hand der 18er Regel entsprechen.

In der Wettkampfordnung (WKO) §10 Bluffgebote, Absatz 5 steht: 
In allen Paarturnieren muss eine Ansage von ”Eins in Farbe” in erster und zweiter Hand nach der ”Achtzehner-Regel” zulässig sein:



 

Die Summe aus allen Figurenpunkten und der Blattzahl in den beiden längsten Farben muss mindestens achtzehn betragen.

Blanke Figuren dürfen voll gezählt werden. In Anfängerturnieren gilt die 18er-Regel auch in dritter Hand.

 

Beispiele für Weak Two Eröffnungen

♠ KD9874

3

B95

♣ D96

2♠

Perfekte 2-Eröffnung.

♠ A98754

53

D986

♣ A

1♠

Das ist ein Grenzfall. In 1./2. Position

sollte man auf der 1er Stufe eröffnen,

da man mit dem seitlichen Ass und der

guten Karo zu gut für eine Weak Two

Eröffnung ist. Aber in 3. Position könnte

man mit 2 sperren.

♠ A943

KD9874

3

♣ 96

pass

Da eine 4er ♠ daneben, müssen wir hier passen

♠ B98754

3

K95

♣ K96

pass

Die Pik sind zu schwach

♠ KD9874

-

AB95

♣ 976

1♠

Das ist ein ordentlicher Zweifärber,

also kein Grund, zu sperren. Das Herz-

Chicane wertet das Blatt deutlich auf.

♠ K965432

98

D9

♣ D6

2♠

Für eine 3er Eröffnung ist das zu schwach,

oder? Also sollte man dies mit 2♠ eröffnen.

Die 7. Karte ersetzt die fehlenden Punkte in Pik.

 

 

Zwei Ohne als Unterfarben - Überruf

 

Es gibt vierlei Arten von Zweifärber - Überrufen (siehe bei Konventionen), wir fangen einmal mit dem Unterfarben - Zweifärber an. 

 

Der Gegner fängt mit einer /♠ an und wir überrufen mit 2 NT 

 

Voraussetzung sind mindestens 5♣ + 5 oder noch extremer. Hier zählen nicht unbedingt die Punkte, sondern die Verteilung. Die 2 langen Farben sollen ungefähr gleichwertig sein.

 

Beispiele:

 

Gegner eröffnet 1/♠ und wir haben folgende Blätter:

 

a:) ♠ 4   6 3   K D 10 9 8  ♣ A B 6 3 2

b:) ♠ -   6 3   D B 10 9 8 2  ♣ D B 10 9 8

 

a:) das ist ein klassischer Unterfarben Zweifärber mit guten Farben und einer 5/5 Verteilung.

b:) hier ist die Verteilung extremer - 0/2/6/5, hier können wir bereits mit nur 6 Punkten überrufen

 

Merksatz: Je verzogener ein Blatt, desto schwächer können wir sein

Bitte immer auf das Manchenverhältnis achten!

Vorsicht, wenn wir in Gefahr sind!

Multi Landy
mit Beispielen
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Assenfrage 30 14
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Ausspiele
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Ausspiele 2
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Baron 1
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Baron 2
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Bridgemarken
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Bridgemarken 2
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Faller
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Kontra 1
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Kontra 2
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Kontra 4
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Kontra 5
Negativkontra
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Responsive Kontra 1
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Negativkontra ja oder nein Übung
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Rekontra 1
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Das Lightner Kontra
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Zusammenfassung verschiedener Kontras
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Opfergebot1
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Weak Two
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Das Revers 1
Übungen + Lösungen
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Das Revers 2
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Das Revers 3
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Das Revers 4
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Überrufe
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Wahrscheinlichkeiten
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Impass und Expass
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Handspiel Technik 1
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Lavinthal 1
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Zusammenfassung aller Transfers auf Partners OHNE Eröffnung
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Cuebid 

 

Zweck

 nach einem gefundenen Farbfit Schlemm-Chancen      entdecken

Hinter

grund

 Um einen Schlemm erfüllen zu können, darf es keine Farbe  geben, in der beide Partner schwach sind - unabhängig davon,  wieviel Figurenpunkte sie insgesamt besitzen.


Beschrei

bung       

  die Partner teilen sich gegenseitig mit, welche Farben sie        jeweils kontrollieren. Wird auf diese Weise eine Farbe

 entdeckt,  in der der Gegner vermutlich zwei Sofortstiche  abziehen kann,  wird unterhalb der Schlemmhöhe gestoppt.

 

 

Kontrollgebote oder Cuebids (von Englisch cue="Hinweis") beschreiben nicht die Punktstärke eines Blattes, sondern die Fähigkeit eine Farbe zu stoppen -- oder auch nicht zu stoppen.


Man gibt ein Gebot in einer Farbe ab, in der man Ass oder Chicane hat (Erstrundenkontrolle) oder zumindest (König und Dame) oder ein Single (Zweitrundenkontrolle). Auch mit König und einer kleinen Karte gibt man ein (Zweitrunden-)Kontrollgebot ab, insbesondere, wenn man ahnt, dass der Gegner vor dem König das Ass hält (gegnerische Gebote).

Man bietet die Farben ökonomisch aufsteigend, ausgehend von dem Gebot, mit dem der Farbfit bestätigt wurde.


Wer eine Farbe ausläßt, verneint bewußt eine Kontrolle in dieser Farbe.

Gibt der Partner daraufhin ein weiteres Kontrollgebot ab, so verspricht er einen Stopper in der ausgelassenen Farbe und zeigt einen weiteren Stopper in der genannten Farbe.


Zusatz: Unter der Manche werden sowohl Erst- als auch Zweitrundenkontrollen ökonomisch lizitiert, oberhalb der Manchenur mehr Erstrundenkontrollen. Wurde bereits eine Erstrundenkontrolle erwähnt, kann man in weierer Folge auch Zweitrundenkontrollen lizitieren.

 

Wird eine Edelfarbe im dritten Stock oder eine Unterfarbe im vierten Stock betätigt, so ist ein darauf folgendes Farbgebot immer ein Cuebid

 

 

< Es wird immer das niedrigstmögliche Cuebid abgegeben.

 

< Ein Cuebid zeigt immer Schlemminteresse. mit einem Minimum ohne Schlemminteresse ist es besser, in die vereinbarte Atoutfarbe zurückzugehen und kein Cuebid abzugeben.

 

< Wenn ein Spieler den richtigen Endkontrakt erkennen kann, so sollte er ihn so schnell wie möglich ansagen.

 

< Bei den Cuebids wird nicht zwischen Erst- und Zweitrundenkontrollen unterschieden. Ass, König, Chicane und Single sind gleichberechtigt. Asse und Chicanes sind Erstrundenkontrollen, denn sie ermöglichen uns, bereits in der ersten Runde dieser Farbe zu stechen (zu schnappen), Könige und Singles sind Zweitrundenkontrollen.

 

< Wenn manein Cuebid in einer langen Farbe des partners abgibt, so sollte es sich um Ass oder König handeln.

 

< Hat ein Spieler ein Cuebid ausgelassen und gibt der Partner dennoch ein Cuebid in einer anderen Farbe ab, so zeigt er auromatisch auch eine zusätzliche Kontrolle in der vom Partner ausgelassenen Farbe.

 

< Sind in allen Farben Kontrollen erkennbar, so kann einSpieler mit 4 NT die Assfrage stellen.

 

Cuebids Beispiele: 

 

1 Herz - pass - 3 Herz

 

♠ K D

A K D 10 7 6

K B 6

♣ 94

 

3 Pik

 

Wir zeigen unser Schlemminteresse mit dem Cuebid von 3 Pik. Wir hoffen, daß der Partner mit 4 Treff eine Treff-Kontrolle zeigen kann, wenn nicht, müssen wir uns wohl oder übel mit 4 Herz begnügen.

 

♠ K 6

A K D 9 6

A 10 9 4

♣ 6 5

 

4 Herz

 

Für die Abgabe eines Cuebids ist das Blatt nicht gut genug, weshalb wir uns mit der Manche begnügen.

 

♠ K 8

K D B 10 9 5

K 8 5

♣ A 3

 

4 NT

 

Wir sehen, daß in keiner Farbe die Gefahr einer Lücke besteht. Aus diesem Grund stellen wir gleich die Assfrage, da uns nur die Anzahl der Asse interessiert.

 

1 Pik - pass - 3 Pik - pass - 4 Karo

 

♠ 10 7 5

K D B 6

A 8

♣ 8 6 5 4

 

4 Pik

 

Partners Cuebid zeigt zwar eine Kontrolle in Karo und Schlemminteresse, es verleugnet aber auch eindeutig eine Kontrolle in Treff. Daher können wir die Lücke in Treff erkennen und winken mit 4 Pik ab. Hätte der Partner auf unser Gebot von e Pik mit 4 Treff fortgesetzt, so hätten wir durch das Cuebid von 4 Karo ebenfalls Schlemminteresse bekundet. 

 

Long Suit Trial Bid 1
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Long Suit Trial Bid 2
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Cuebids und Trialbids Zusammenfassung
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2 Beispiele für Trialbids
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Viertfarbenforcing 1
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Viertfarbenforcing 2
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Viertfarbenforcing 3
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Lizitvarianten 1
Es gibt manchmal mehrere Varianten für das Lizit
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Inverted Minors 1
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Inverted Minors Beispiele
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Inverted Minors Zusammenfassung
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Splinter 

 

Zweck

Nach Partners Eröffnung möchte man an eine starke, unausgeglichene Hand mit Farbfit und Schlemminteresse möglichst effektiv mitteilen.


Hintergrund

Für ein Schlemmgebot ist es oft wichtig, neben der Gesamtstärke zu wissen, welche Farbe(n) der Partner kontrolliert. Eine Kontrolle kann (bei Atoutanschluss) auch durch ein Single oder eine Chicane begründet sein.


Beschreibung

Wer mit einem Doppelsprung in eine neue Farbe ein Splintergebot abgibt, teilt dabei neben seiner Gesamtstärke und dem Atoutanschluss direkt die Farbe mit, die er mittels Singleton oder Chicane kontrolliert.

 

 

 

Beschreibung

Splinter Gebote nehmen viel Bietraum weg, teilen aber auch sehr viel mit. Man benutzt den Doppelsprung in eine neue Farbe, um Stärke, Atoutunterstützung und eine kurze Farbe gleichzeitig mitzuteilen. Wer ein Splintergebot abgibt, vermutet, dass die gemeinsame Stärke für einen Schlemm ausreicht, falls der Partner deutlich mehr Werte besitzt, als für eine einfache Eröffnung nötig sind.

Der Eröffner kann mit der Information über die kurze Farbe (=die "Splinterfarbe") seine Hand neu bewerten: mittlere Honneurs (K,D,B) in der Splinterfarbe werden als "verlorene Werte" abgewertet, in den anderen Farben werden Honneurs tendentiell aufgewertet. Besitzt der Eröffner Axxx in der Splinterfarbe, ist die Freude besonders groß.

Der Doppelsprung wird als Indikator für Splinter benutzt, weil normalerweise der einfache Sprung als forcierendes Gebot (mit natürlicher Farbe) benötigt wird. Wenn in einer Situation bereits der einfache Überruf in neuer Farbe ein forcierende Wirkung hat, genügt auch der einfache Sprung, um ein Splintergebot zu kennzeichnen.

Beispiel: Nach Zwischenlizit der Gegner (1–2♣) ist eine neue Farbe (2) forcierend; man kann also mit dem Partner vereinbaren, nach 1–2♣ ein Gebot von 3 als Splinter aufzufassen; in der Regel wird eine solche Sequenz jedoch eher verwendet, um einen starken Zweifärber zu zeigen.

Idealerweise besteht die Splinterfarbe aus einem kleinen Single, d.h. die hohen Werte liegen in den anderen Farben. Dennoch kann man gelegentlich auch mit Beispiele

Ein Gebot von 4♣ nach 1 bestätigt als Atoutfarbe und zeigt ein Single (Zweitrundenkontrolle) oder eine Chicane (Erstrundenkontrolle) in Treff.

Ein typischesLizit: das 4 Gebot ist ein Splinter und bestätigt ♠ als Atout:

 

Nord

 Ost

 Süd

1

pass

  4

Im nächsten Beispiel kommt das Splintergebot vom Eröffner; er nennt eine neue (Neben-)Farbe im Doppelsprung; dadurch bestätigt er Partners Atoutvorschlag und zeigt eine Karo-Kontrolle:

 

Nord

 Ost  

Süd

West

1

pass

  1♠  

 pass

4

 


Der Partner des Eröffners kann auch in der zweiten Bietrunde noch ein Splintergebot abgeben. Süd hält offenbar mindestens je vier Karten in den Oberfarben und hat eine Kürze in Karo:

 

Nord

  Ost

  Süd

  West

1

 pass

  1

  pass

1

 pass

  4

  pass

Nicht immer ist es die 4er-Stufe für ein Splintergebot nötig. Nach einer Eröffnung in Unterfarbe sind 3 und 3♠ Splintergebote.


 

Splinter 3
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The Law
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The Law
sehr übersichtlich und genau
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Die Notbremse
nach der Assenfrage
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Das Responsivkontra

 

Es ist nicht immer leicht, seinem Partner sein Blatt exakt zu beschreiben, daher gibt es verschiedene künstliche Ansagen (Konventionen), hier behandeln wir das Responsivkontra.

 

Definition: Nach einer Eröffnung, einem darauffolgenden Informationskontra oder Farbüberruf unseres Partners und einer anschließenden Hebung der eröffneten Farbe in den 2., 3. oder 4. Stock ist ein direkt nachfolgende Kontra ein Responsivkontra.

 

Beispiele:

 

1 - x (Partner) - 2                ♠A x  x x x  D B x x  ♣  D x x x


Mit diesem Blatt ist es nicht leicht, auf das Informationskontra des Partners zu reagieren, denn woher sollen wir wissen, in welcher Unterfarbe ein Fit vorhanden ist? ♠ Toleranz hat er mit Sicherheit, doch müßte man sich in einer UF finden können. Passen können wir mit 9 Punkten auch nicht.

 

1 - x (Partner) - 2                ♠ A x x x  K x x x  x x  ♣  x x x


Hier sind wir wieder in einer schwierigen Situation. oder ♠ lautet die Frage. In welcher der beiden Edelfarben haben wir einen Fit?

 

1♣ - 1♠ (Partner) - 3♣             ♠ x  D B x x x  A D x x x  ♣ x x


Wie sollen wir unserem Partner zeigen, daß wir beide roten Farben haben?

Hält der Partner zB ♠ A D B x x  10 9 x    x x  ♣  K x x ist ein Herzteilkontrakt oder vielleicht sogar eine Herzmanche leicht zu erfüllen.

 

Das Responsivkontra darf nicht mit dem Negativkontra verwechselt werden, denn das Responsivkontra wird vom Partner des Überrufers verwendet, während das Negativkontra vom Partner des Eröffners abgegeben wird.

 

Noch ein paar Beispiele:

 

1 - x (Partner) - 2 - x

1 - 1♠ (Partner) - 2 - x

1♣ - x (Partner) - 3♣ - x               usw.

 

Wiedergebote

 

Wir unterscheiden zwischen:

 

  1. Starke Wiedergebote
  2. Schwache Wiedergebote
  3. Erzwungene Wiedergebote
  4. „balancierende“ Wiedergebote

 

  1. Unsere Hand: ♠ A x x  K D B 10 x  A D  ♣ D B x  (19 Punkte)

     Wir eröffnen: 1 - p - 1♠ - p - 2 NT  Hier zeigen wir unsere Punkte und ein relativ ausgeglichenes Blatt - wir haben keine zweite Farbe.

 

     Wir eröffnen: 1 - 1♠ - p - p - 1 NT  Auch hier zeigen wir unsere Punkte und in relativ ausgeglichenes Blatt - wir haben keine zweite Farbe. Hier darf man nicht springen, 1 NT = exakt 18 - 19 Punkte. 

 

     Wir eröffnen: 1 - 1♠ - x - p - 2 NT   Jetzt müssen wir springen, obwohl wir nur 1 Stopper in Gegnerfarbe halten (es sollten 1 1/2 sein). Schöner wäre es deshalb auf x unseres Partners die Gegnerfarbe zu überrufen und daher 2 ♠ zu lizitieren. 

 

  1. Unsere Hand: ♠ B x x  K D B 10 x  K B x  ♣ B 10  (12 Punkte) 

     Wir eröffnen: 1 - p - 1♠ - p - 1 NT  Wir haben eine Minimumeröffnung und keine zweite Farbe

     Wir eröffnen: 1 - 1♠ - p - p - x  Wenn wir eröffnet haben, müssen wir in der letzten Hand (pass out position) aufkontrieren, egal wie schwach wir eröffnet haben. Wir schützen unseren Partner, falls er ein „Strafpass“ hat. Außerdem ist es fast nie gut, den Gegner im niedrigen Stock spielen zu lassen. 

      Wir eröffnen: 1 - p - 1♠ - 2♣ - p  Wir haben nichts mehr zu sagen

 

3) Unsere Hand: ♠ B x x  K D B 10 x  K B x  ♣ B 10  (12 Punkte)

      Wir eröffnen: 1 - p - 2♣ - p - 2 NT   Wir haben kein anderes Gebot      

      Wir eröffnen: 1 - 1♠ - x - p - 1 NT (2 oder 2 als Notlüge geht auch, da wir nur den 3. Buben in ♠ haben)

      Wir eröffnen: 1 - 1♠ - x - 2♠ - p - p - x - p - 3 Auch hier müssen wir mit dieser Notlüge leben

 

  1. Balancierende Hände behandeln wir erst später

 

     Nur 1 Beispiel dazu: Partner ist Erster und passt: p - 1♣ - p - 2♣ - p - p - jetzt könnten wir „balancen“, da wir in der „pass out position“ sind. Entweder mit einer 5er Farbe oder mit kontra.        

Ducken oder nicht Ducken
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Der Missfit
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Zusammenfassung einiger Grundregeln

 

Darf ich eröffnen?

 

ab 12 Punkte = normal, ganz flache Blätter ohne 4er Oberfarbe kann man auch   eventuell passen

11 Punkte mit 5 Kontrollen SOLL man eröffnen (As, König, As)

11 Punkte mit 5er Oberfarbe mit einer „Schönheit“ (Single, Chicane, 5♠/4) JA  

10 Punkte mit 5er Oberfarbe nur in 3. Hand

 

Antworten auf Partners 1♣ Eröffnung

 

Partner 1♣ - p - 1 NT = ich habe 3♠ 3 3 4♣ und 6 - 9/schlechte 10 Punkte

             1♣ - p - 1 = ich habe keine 4er und 6 +  unlimitiert Punkte

             1♣ - p - 2♣ = ich habe mindmestens 4♣, keine 4er Oberfarbe und  

              minimum 11 Punkte

             1♣ - p - 3♣ = minimum 5♣, keine 4er Oberfarbe und keine 11 Punkte

              (barragierend)

 

Wann darf ich überrufen?

 

nur mit 5er Farben:

 

im 1. Stock bereits mit 6 Punkten und einer guten Farbe (K D B x x)

 

im 2. Stock mit guter eigenen Eröffnung und einer schönen Farbe - es genügt nicht,  z.B. 12 Punkte und die Farbe ist schlecht (D x x x x)

 

Farbe soll „Auspielfest“ sein (auch im 1. Stock)

 

Weak Two und Barragen

 

die Konzentration der Punkte soll in der genannten Farbe sein

 

keine 4er Farbe daneben (ein 4. „Nuller“ in einer Unterfarbe kann man vernachlässigen

 

kein  As daneben und kein Chicane

 

auf den ungepassten Partner muß das Weak Two/Barrage gut sein, auf den gepassten Partner kann es schwächer sein. 



Der Bietraum
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Konventionen Teil 1

 

Was ist eine Konvention?

 

Konventionen sind Hilfsmittel, mit denen wir unser Blatt besser beschreiben können. Mit anderen Konventionen, können wir unserem Partner Fragen stellen, damit ER sein Blatt wiederum beschreiben soll. Es gibt aber auch Konventionen, die dem Gegner das Leben erschweren :)

 

Konventionen sind künstliche Gebote!

Konventionen müssen alertiert werden

(mit wenigen Ausnahmen)

Konventionen müssen mit dem Partner vereinbart werden!

 

 

Einige Konventionen haben wir schon kennengelernt:

 

  1. Stayman (wird nicht alertiert)
  2. Assenfrage 3014
  3. Weak Two und Weak Jump
  4. Cuebids
  5. Trialbids (Long Suit)
  6. Inverted Minors
  7. Viertfarbenforcing
  8. Transfergebote (auf 1 NT und auf 2 NT)
  9. künstliche Kontras wie Lightner, Ausspiel... (wird nicht alertiert)
  10. Splinter
  11. Baron
  12. The Law
  13. South African Texas Transfer
  14. 2 NT Überruf auf Oberfarben des Gegners (beide Unterfarben)
  15. Gambling 3 NT

 

Konventionen in der Eröffnung:

 

Weak Two, Gambling 3 NT und SA Texas kennen wir schon - das sind im Prinzip 

Einfärber. Beschäftigen wir uns nun mit Zweifärber...

 

Oft haben wir 2 schöne 5er Farben oder sogar ein 6/5 Blatt, das wir nicht eröffnen können, da wir zu wenig Punkte haben. Wir können zwar Verteilungspunkte dazu zählen, aber es reicht noch immer nicht. Wir müssen also schweren Herzens passen und der Gegner kommt womöglich ungestört in die Manche, obwohl wir vielleicht selber Manchepotenzial hätten oder zumindestens eine gute Verteidigung mit einem „Opfergebot“.

  

Sehen wir uns folgendes Beispiel an:

 

♠ K B 10 9 8  x x  ♣ A B x x x  Wir können nicht eröffnen, da wir zu wenige  Punkte haben. Das Lizit geht also: p - 1 - p - 4 - p - p - p 

Partner könnte folgendermaßen ausschauen:

♠ D x x  x x x  A x x x  ♣ D x x  Zählen wir hier die Verlierer: 1♠, 1, 1 und vielleicht 1♣. Zusammen haben wir nur 17 Punkte, könnten aber vielleicht 4 ♠ erfüllen,- oder aber mit 4 ♠ verteidigen. 1 x nicht im Kontra wird eine exzellente Verteidigung sein. 

 

Um solche Blätter eröffnen zu können, werden wir „MULTI“ lernen. 

 

Konventionen im Überruf:

 

Hier kennen wir bereits Weak Jumps und auf Oberfarbeneröffnung 2 NT (beide Unterfarben). Auch hier beschäftigen wir uns mit Zweifärber, sowohl auf eine Farberöffnung, als auch auf 1 NT Eröffnung des Gegners.

 

Stellen wir uns vor Gegner eröffnet 1♠ und wir halten: 

♠ x  K D x x x  K B 10 x x x ♣ x  Wir möchten mit diesem Zweifärber sicherlich lizitieren, sei es den Gegner zu stören, als auch dem Partner sofort mitteilen, daß wir einen schönen Zweifärber haben. Hier gibt es 2 gute Konventionen - nämlich SCHROEDER und MIKLES - ich habe mich für SCHROEDER entschieden.  

 

Hätte der Gegner mit 1 NT eröffnet, können wir mit dem obigen Beispielblatt auch lizitieren,- auch hier gibt es mehrere gängige Konventionen wie CAPPELLETTI, MULTILANDY, DONT usw. - hier habe ich mich für CAPPELLETTI entschieden, da diese in Österreich die verbreiteteste ist.

 

Konventionen zur Blattbeschreibung:

 

Hier kennen wir schon sehr viele Konventionen wie Cuebids, Splinter, Inverted Minors, Vierfarbenforcing usw....Hier kommen noch viele dazu, die möchte ich gerne im Teil 2 beschreiben.

 

Mini Multi Karo 1
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Zum Handspiel

Cross Ruff
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Ruffing Finsse
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Sicherheitsspiel
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Elimination
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Uppercut
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Begriffserklärungen

 

Viele Begriffe beim Bridge kommen aus dem Englischen und manche aus dem Französischen. Hier gibt es eine kleine Zusammenstellung mit der entsprechenden Erklärung.

 

 

Begriff        

Erklärung

 

Relais

künstliches Fragegebot, Partner will mehr wissen zB: weitere Verteilung oder Stärke oder 2. Farbe....Im Prinzip sind Stayman und Baron auch Relais.

 

pass or correct

passe, wenn ich Deine Farbe erwischt habe oder korrigiere mich

 

Marriage

König und Dame in der gleichen Farbe

 

Double

2 Karten in einer Farbe

 

sec

auch 2 Karten in einer Farbe, wird aber nur bei Figuren gebraucht zB: A K sec oder K B sec ...

 

Single

nur 1 Karte in einer Farbe

 

Chicane

keine einzige Karte in einer Farbe

 

Alert, alertieren

jedes künstliche Gebot außer Stayman muss alertiert werden. Die genaue Übersetzung ist: AUFPASSEN!

 

better minor

heißt eigentlich genau übersetzt „bessere Unterfarbe“, wird aber gebraucht als Systembeschreibung: 5er Edelfarbe. Wir eröffnen allerdings bei einem 3/3 Stand in den Unterfarben nicht die bessere UF sondern die Treff.

 

Cross Ruff

hin und her schnappen, also nicht atoutieren. Genaue Übersetzung über Kreuz schnappen.

 

Inverted Minors

übersetzt: umgedrehte Unterfarben das heißt: zB 1 - 2 = stark, 1 - 3 = schwach 

 

Dummy

der Tisch, also die Karten, die am Tisch liegen. Genau übersetzt: der Strohmann

 

 

 

 

Weinviertler Bridgeklub Bisamberg
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